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  • martinalbrecht

Werte III - Fairness


Die 15jährige Greta Thunberg spricht auch das Thema der sozialen Gerechtigkeit an.

Derzeit besitzen laut aktuellem Oxfam Bericht die reichsten 26 Milliardäre so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Das Gesundheitsbudget Äthiopiens entspricht etwa einem Prozent des Vermögens von Amazon-Chef Jeff Bezos, mit 112 Milliarden Dollar derzeit reichster Mann der Welt. Gleichzeitig leben aktuell 736 Millionen Menschen von 1,90 Dollar pro Tag und Person – die Weltbank-Definition für extreme Armut.

Bleiben wir in Europa und werfen wir einen Blick nach Rumänien, Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Das BIP Rumäniens beträgt weniger als ein Viertel des österreichischen, das rumänische Durchschnittseinkommen liegt bei etwa € 600,-- (ca. 18 Prozent des heimischen Niveaus).

Nun wird seit 1. Jänner die österreichische Familienbeihilfe für im Ausland lebende Kinder entsprechend den dortigen Lebenshaltungskosten indexiert. Kinder in Rumänien müssen so mit einer Halbierung der bisherigen Familienbeihilfe rechnen, weil dort die Lebenshaltungskosten um 50 Prozent günstiger als in Österreich sind.

Wir alle wissen, dass ohne Slowakinnen und Rumäninnen das „österreichische Pflegesystem“ (kann man von solch einem Begriff überhaupt sprechen ?) zusammenbrechen würde. Mehr als vier Fünftel der 24-Stunden-Betreuerinnen kommen aus diesen beiden Staaten.

Manche Frauen sind mit dem Bus hin und retour 36 Stunden unterwegs, lassen für Wochen ihre Familien samt Kindern in ihrer Heimat zurück, um hier in Österreich unsere alten Menschen zu betreuen und zu pflegen, 24 Stunden am Tag; manche von ihnen arbeiten für knapp € 3,-- netto pro Stunde.

Wie gehen wir - als Europäische Union - mit dem Thema soziale Gerechtigkeit um ?

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