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  • martinalbrecht

spielen(d) lernen

Mein Enkel Felix (hat sein letztes Kindergarten-Jahr) hat mir eines Tages erklärt, dass er sich auf die Schule freut. Denn dort kann er dann wieder mit seiner Freundin Nika (ist schon in der Schule) spielen.

Vielleicht werden die beiden in den 15 oder 20 Minuten großer Pause tatsächlich Zeit zum Spielen finden. Natürlich wird auch im Unterricht gespielt werden, immer wieder mal. Aber angeleitet, das Spiel wird instrumentalisiert und funktionalisiert. Das ist eben Schule. Schule ist eben so.

Warum eigentlich ? Warum gibt es plötzlich Lehrpläne, Bildungsstandards, PISA-Ziele ? Warum glauben Erwachsene, besser zu wissen, als die Kinder selbst, was – und wie ! – die Kinder lernen sollen ?


Weil die Erwachsenen besser wissen, welche Kompetenzen es braucht, um ein gesunder, liebevoller Mensch in einer gesunden, liebevollen Umwelt zu werden ?


Die Weiterentwicklung eines Kindes kann man nur fördern, indem man einen Raum schafft, in dem es vielfältige interessante Angebote gibt, und das Kind selbst entscheiden lässt, welches dieser Angebote es aufgreifen will.

Am besten gelingt das im Spiel. Deshalb brauchen Kinder genügend Raum und Zeit zum Spielen. Kinder, denen solche Freiräume geboten werden, lernen alles, was es dort zu lernen gibt.


Gerald Hüther




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